„Wir brauchen eine neue industrielle Revolution, die unsere innere Zeit berücksichtigt.“

Till Roenneberg, ist Erforscher des Tag-Nacht-Rhythmus bei Menschen und Tieren. Im aktuellen ZEITWISSEN Magazin* erklärt er, warum wir alle in einen Weckerstreit treten sollten.

Laut Roenneberg brauchen 75 Prozent der Bevölkerung einen Wecker zum Aufstehen. Er schlussfolgert, dass drei viertel aller Menschen an Werktagen deshalb nicht ausgeschlafen sind. Die Folgen für den Menschen seien massiv, denn wir arbeiten so gegen unsere inneren Uhren, die als natürlicher Rhythmus schon seit 100 Millionen Jahren in uns ticken. „Wir glauben, über unserer biologischen Herkunft zu stehen. Aber wir sind keine Maschinen, die man auf einen bestimmten Tagesablauf programmieren kann“, sagt Roenneberg. Die Menschen würden so über die Zeitzonen fliegen. Ein geschwächtes Immunsystem und ein erhöhtes Krebsrisiko, seien nur einige Beispiele für die Auswirkungen dieser Gegen-den Rhythmus-Steuerung. Der Forscher empfiehlt: „Wir brauchen eine neue industrielle Revolution, die unsere innere Zeit berücksichtigt“, und er geht noch weiter: „Ich plädiere für die Ausweitung des Arbeitstages auf ein Fenster von 16 Stunden.“ Natürlich mit der entsprechenden Organisation, könne so jeder seine Arbeit nach eigenem Chronorhythmus erledigen. Ganz ohne Wecker würde es aber sicher nicht gehen, gibt Roenneberg zu.

Unsere Empfehlung bis eine neue industrielle Revolution unsere inneren Uhren berücksichtig: natürliches Melatonin. Das kann helfen, unseren Tag-Nacht-Rhythmus auszugleichen und zu neuer Schlafqualität zurückzufinden. Besonders geeignet für Schichtarbeiter, Zeitzonenreisende und die, die sich ihrer inneren Uhr durch fiese Wecker beraubt sehen.

* ZEITWISSEN April/Mai 2011, mit einem Dossier zum Thema „Schlafen“

 

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