Schlaflos in Chicago

Die Schlafmedizinier der Universität Chicago haben ein interessantes elftägiges Experiment durchgeführt. Zehn junge Männer mussten zunächst drei Tage jeweils zehn Stunden im Bett verbringen. Die restliche Zeit durften sie nur fünf Stunden am Tag schlafen. Durch die Schlafdiät verringerte sich ihre Testosteronproduktion um bis zu zehn Prozent in einer Woche.

Das Experiment zeigt, wie wichtig Schlaf für die menschliche Hormonproduktion ist. Den Anfang macht dabei das Schlafhormon Melatonin sobald es dunkel wird. Darauf folgen große Mengen Wachstumshormone, das Sättigungshormon Leptin und schließlich Cortisol, welches das Aufwachsignal gibt. Die aktuelle Studie zeigt deutlich, wie leicht sich dieses Gleichgewicht stören lässt.

(Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/antiaging/kraft-durch-hormone-aufs-timing-kommt-es-an_id_3635902.html)

Schichtarbeit und die innere Uhr

Heutiger Linktipp: Focus Online führt aktuell einen Hintergrundbericht zum Thema Schichtarbeit und Schlafprobleme. Dabei wird beleuchtet, wie die innere Uhr den Menschen und seine Arbeitskraft beeinflusst.

Besonders interessant:

„,In einer Studie in Dänemark konnten Wissenschaftler herausfinden, dass das Risiko für Brustkrebs vor allem für Frühtypen erhöht war, wenn sie häufig in der Nachtschicht arbeiten mussten’“, sagt Kantermann. Manche Forscher vermuten, dass fehlendes Melatonin dafür verantwortlich ist. Denn das Licht unterdrückt den auch als „Schlafhormon“ bezeichneten chemischen Stoff, den der Organismus vor allem im Schlaf produziert. ,Es konnte nachgewiesen werden, dass Krebszellen schlechter wachsen, wenn Melatonin im Körper vorhanden ist’, sagt Chronobiologe Kantermann. Denn Melatonin ist ein Antioxidans, das Oxidationsvorgänge im Körper verhindert, die sonst in manchen Fällen zu Zellentartungen und zu Krebs führen können.“

Mehr zum Thema unter:

http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/schlafen/chronobiologie/problem-schichtarbeit-das-problem-ist-unser-sozialsystem_id_3603900.html

Welche Milch macht’s am besten?

Bild.de vergleicht aktuell unterschiedliche Milchsorten auf Geschmack, Inhalt und Kaufpreis. Unter anderem werden Kamel-, Ziege- oder Büffelmilch mit pflanzlichen Alternativen, wie zum Beispiel Hafer-, Soja- oder Kokosmilch verglichen.

Wir finden: Der Gewinner ist immer noch die gute, alte Kuhmilch!

Quelle: http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/milch/laktosefrei-vegetarisch-welche-milch-machts-am-besten-34269600.bild.html 

Melatonin reduziert Prostata-Krebs-Risiko

Eine aktuelle Studie zeigt. Männer, die viel Melatonin produzieren, haben ein niedrigeres Risiko, an Prostata-Krebs zu erkranken. Laut Forschung nimmt das Risiko um bis zu 75% ab. Fakt ist: Jeder Mensch produziert unterschiedlich viel Melatonin. Das Schlafhormon kann jedoch auch durch Nahrung aufgenommen werden.

Hier geht es zur Studie

Die schlaflose Gesellschaft

Woher kommen die Schlafstörungen? Wie lässt sich Stress vermeiden?

Der Beitrag die Schlaflose Gesellschaft beleuchtet die Hintergründe. Das interessante ist jedoch grundsätzlich: Schlechter Schlaf allein ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass alle man nächsten Tag fit sein müssen. Man kann es sich nicht leisten, schlecht geschlafen zu haben. Guter Schlaf ist ein Garant für den Erfolg.

 

Strukturwandel in der deutschen Milchproduktion

Wie der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. (DLQ) gestern gemeldet hat, gaben deutsche Kühe im Jahr 2013 im Schnitt 8.221 kg Milch je Kuh. Damit ist die durchschnittliche Milchleistung pro Kuh in Vergleich zum Jahr 2012 um 16 kg gesunken. Dabei nahm die Zahl der geprüften Kühe um 1,7 Prozent auf insgesamt 3,62 Mio. Tiere zu. Gleichzeitig ist die deutsche Milchviehhandlung von einem Strukturwandel gezeichnet: Die Zahl der einzelnen Betriebe ist weiter gesunken. So verringerte sich die Zahl der Betriebe um 5 Prozent auf 54.000 Unternehmen. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass die Betriebe ihre Herdenzahl weiter aufstockten: 2013 kamen im Schnitt 67 Kühe auf einen Halter. Das entspricht etwa 4,2 Stück mehr pro Betrieb verglichen mit dem Vorjahr.

Die produktivsten Kühe fanden sich in den ostdeutschen Bundesländern. Im Ländervergleich nimmt Thüringen mit 9.245 kg gemolkener Milch die Spitze ein. In Bayern gibt es weiterhin jedoch die meisten Betriebe und die meisten Milchkühe. Hier wurden 7.341 kg Milch gemolken. Die Unterschiede in den Bundesländern führt der Verband vor allem auf die Produktionsvoraussetzungen und die genutzten Milchviehrassen zurück. So werden in Bayern und Baden-Württemberg vorwiegend Zweitnutzungsrassen bevorzugt, während im Osten Deutschlands hauptsächlich milchbetonte Rassen zum Einsatz kommen.

Quelle: http://www.dlq-web.de/deutsche_milchleistungspruefung_quelle_fuer_objekt.html 

Linktipp: Regeln für den perfekten Schlaf

Heute erscheint bei Spiegel Online ein Bericht zum Thema perfekter Schlaf. Im Interview erklärt der Schlafforscher Göran Hajak, was guten Schlaf ausmacht und welche Folgen zu wenig Schlaf hat. Besonders interessant: Der Experte rät, wie ungünstige Einwirkungen durch Licht, Geräuschen und der täglichen Ernährung auf den Schlaf vermieden werden können.

Link: http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/regeln-fuer-den-perfekten-schlaf-18-bis-21-grad-sind-ideal-a-931976.html

Nachtmilch statt Hausfrauentipps

Hormon mit Taktgefühl gegen schlaflose Nächte

München (23. Oktober 2013). Die Erde dreht sich, die Sonne geht auf, Luft wird geatmet, das Herz schlägt, der Magen verdaut und in Italien scheint die Sonne. Abends legt man sich schlafen. Doch was, wenn das nicht so einfach geht? Tausende Menschen leiden an Schlafstörungen. Oft ist der Grund dafür Melatoninmangel.  Ab einem bestimmten Alter nimmt die Melatoninproduktion stark ab und lässt weiter nach. Die Lösung bringt eine außerordentlich melatoninhaltige Milch, die in der Nacht gemolken wird.

Zu welchen Mitteln  nicht alles gegriffen wird, wenn es  einfach nicht gelingt einzuschlafen. Johanneskraut, Baldrian, immer wieder dreitausendvierhundertfünfundsiebzig mit sieben subtrahieren oder klassische Musik. Selbst einfache Tipps und Tricks können Wunder bewirken: Viel Bewegung tagsüber, Duschen vor dem Schlafengehen, Daunendecken gegen dünne Laken tauschen oder eine konstante Zimmertemperatur von achtzehn bis zwanzig Grad Celsius können der Schlüssel zu  geruhsamen Nächten sein.

Eine weitere Möglichkeit bietet das Schlafhormon Melatonin. Es wird vom menschlichen Körper selbst hergestellt. Bei Dunkelheit wird in der Zirbeldrüse, einer winzigen Hirnregion, das Hormon freigesetzt. Deswegen setzt die Müdigkeit ein. Es ist also ein wichtiger Bestandteil des Schlaf- Wach-Rhythmus und gilt somit als wichtiger Taktgeber der biologischen Uhr. Allerdings nimmt die Melatoninproduktion bis zu dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr um siebzig bis achtzig Prozent des Maximalwertes ab und fällt weiter. Durch Melatonin, mit dem der Körper zusätzlich versorgt wird, kann dieser Mangel kompensiert werden.

Besondere Milchkristalle, die aus nächtlich gemolkener Milch entnommen werden, enthalten laut Milchkristalle GmbH bis zu 100 Mal mehr Melatonin als herkömmliche Milch. Mehr Informationen: www.milchkristalle.de

Neue Studie: Schlaf reinigt Gehirn

Quelle: sxc.hu

Eine aktuelle Studie gibt neue Einblicke in die Nützlichkeit des Schlafs. Forscher der Universität Rochester in New York stellen jetzt eine erstaunliche These auf: Im Schlaf wird das Gehirn gereinigt. Bei ihrer Untersuchung konnten die Mediziner bei schlafenden Mäusen beobachten, wie sich die Räume zwischen den Gehirnzellen um bis zu 60 Prozent weiten. Das erlaubt eine schnellere Zirkulation der Gehirnflüssigkeit. So können Ablagerungen durch Stoffwechselprodukte schneller abgetragen werden.

Dieses Kanalisierungssystem nennen die Forscher “glymphatisches System”. Von weiteren Erkenntnissen über diesen Mechanismus versprechen sie sich zudem einen großen Nutzen für die Alzheimerbekämpfung. In einem Versuch injizierten sie den Mäusen ein Protein, dessen Ablagerungen für Alzheimer verantwortlich sind. Bei schlafenden Mäusen wurde es wesentlich schneller aus dem Gehirn gespült.

Die Studie betont darüber hinaus die Bedeutung von Schlaf für die Gesundheit: Dass zu wenig Schlaf die Leistungsfähigkeit senkt, ist schon lange bekannt. Die Reinigungsfunktion von Schlaf ist nun ein Grund mehr, ausreichend zu schlafen.

Quelle: http://www.onmeda.de/g-medizin/schlaf-gehirn-1957.html

Auftanken durch Abschalten

Fit in der Jugend, müde im Alter: An dieser Binsenweisheit kann durch die zunehmende Technisierung aller Lebensbereiche gezweifelt werden. Besonders junge Leute, die pausenlos Handy, Tablet und Laptop benutzen, haben vermehrt abends mit Schlaflosigkeit zu kämpfen. Das zumindest berichtet das englischsprachige Medizin-Portal medicalexpress.com.

Studien zeigen, dass die innere Uhr eine Veränderung durchmacht, sobald aus Kindern Jugendliche werden. So schlafen sie erst später ein und wachen später auf. Aktuell kommt vermehrt ein sozialer Druck hinzu, den moderne Technik, wie zum Beispiel Facebook oder Twitter, auf sie ausübt. Besonders durch die Omnipräsenz von sozialen Netzwerken und Mobilgeräten wird es immer schwieriger, dem medialen Dauerstrom zu entgehen.

Der Schlafforscher Dr. Harish Rao erklärt medicalexpress.com: “Jugendliche sind besonders empfindlich für Licht im blauen Spektrum, welches diese Geräte ausstrahlen. Sie vor dem Schlafen zu nutzen macht es schwieriger, einzuschlafen und führt zu einer schlechteren Schlafqualität.” Das führt tagsüber zu Konzentrationslosigkeit und Müdigkeit. Darunter leiden dann die schulische Leistung und das soziale Verhalten.

Schlafforscher raten dazu, abends  technische Geräte beiseite zu legen, damit der Körper über Nacht wieder auftanken kann. So sollte man sich vor dem Schlafen keinem hellen Licht aussetzen, damit die Melatoninausschüttung im Gehirn nicht gehemmt wird. Ebenfalls sollte auf traditionelle Bücher oder Magazine zurückgegriffen werden, statt Tablets und eBook-Geräten.

Diese Tipps sollten jedoch nicht nur junge, technikaffine Menschen zu Herzen nehmen. Erwachsene sind von technikbedingten Schlafproblemen nicht unberührt. Auch wenn es schwierig ist, rät der Schlafforscher Dr. Rao dazu, abends abzuschalten, damit der Schlaf auf natürliche Weise kommen kann.

Linktipp: http://medicalxpress.com/news/2013-10-want-to-get-some-sleep.html (englisch)