Melatonin bei Depressionen: Erhellung des Gemüts?

Allein die Zahlen können Gesunden aufs Gemüt schlagen. Laut Bundesgesundheitsministerium leiden in Deutschland rund 4 Millonen Menschen an Depresionen – womit Depressionen die am häufigsten auftretende psysische Erkrankung sind. Um die Krankheit ist es in den Medien immer so lange ruhig, bis ein besonders schwerer Fall einen Prominenten in den Freitod stürzt. Oder bis zur Veröffentlichung einer interessanten Studie. Jetzt wurde eine Review-Arbeit veröffentlicht, die das Potenzial von melatonin-basierten Medikamenten bei Depressionen bestätigt. Laut Universitätsprofessor DDr. Siegfried Kasper von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der MedUni Wien könne die Behandlung von Depressionen künftig durch melatonin-basierte Substanzen wie Agomelatin ergänzt oder gar erssetzt werden.

Entscheidend sei der positive Einfluss von Melatonin auf das circadianische System des Menschen und „die, etwa im Vergleich zu den bisher eingesetzten Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs), deutlich reduzierten Nebenwirkungen.“ Melatonin also künftig nicht nur bei Schlafstörungen und Jetlag? Man darf gespannt auf weitere Forschungsergebnisse zum Thema sein.

Die aktuellen Eregbnisse sind jedenfalls in einem Abstract von The Lancet nachzulesen. Die Lanzette gibt es seit 1823 und zählt zu den ältesten medizischen Fachzeitschriften der Welt.  Mehr Infos hier:

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2811%2960095-0/abstract

Ein interessanter Beitrag der Gesellschaft der Ärzte in Wien kann hier angesehen werden:

http://www.billrothhaus.at/index.php?option=com_content&task=view&id=274&func_com=1

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