Wie Sie den Perfektionismus auch mal schlafen lassen / 5 einzigartige Tipps zur Entspannung

Die meisten Menschen sind geprägt vom wahnsinnigen Anspruch nach Perfektion. Alles, alle und sie selbst sollen funktionieren – immer, dauerhaft, jetzt und sofort. Karriere machen, den perfekten Partner finden, eine Bilderbuchfamilie gründen und bei allem eine gute Type sein, so mit richtig straffen Werten an Menschlichkeit, die auch noch leben und niemals, niemals Fehler machen. Das Leben ist eben Hochleistungssport mit Hyperventilieren. Aber wo ist die Bremse? Nicht das wir am Ende stolpern im Lauf um das beste, idealste und vollkommenste Leben. Aufstehen ist dann oft schwer und noch schwerer wird es, einen gemächlichen Rhythmus zu finden, bei dem es uns möglich ist durchzuatmen und einfach auch nur mal wir selbst zu sein.

Aber, wie geht Bremseziehen, Innehalten und Entspannen? – Da hat jeder seine eigene Strategie und genau danach haben wir in die Kollegenrunde gefragt. Dabei ging es nicht um gängige Mittel, wie das „Lavendelbad am Abend“. Ganz einzigartige, persönliche und auch komische Entspannungstechniken sollten geäußert werden dürfen:

Hier sind unsere 5 einzigartigen Tipps zur Entspannung

nacht-milchkristalle vor dem Schlafengehen – Milch von nachts gemolkenen Kühen trinken. Nach dem Motto: „Klappe zu, Affe tot“ – ist uns von der Milchkristalle GmbH, tiefer und erholsamer Schlaf immer noch das erste Mittel der Wahl für Entspannung. Dafür nehmen wir nacht-milchkristalle, mit viel natürlichem Melatonin. Eine Stunde vor dem Schlafengehen in Milch einrühren und trinken.

Sich in einer Schlange anstellen, warten und starren. Laut Flurfunk, sollen die Deutschen disziplinierte Wesen des geordneten Schlangestehens sein. Warum diese Tugend nicht zum Entspannungsvorteil ausbauen? Für unseren Kollegen Andreas K. (Name der Red. geändert) gibt es zumindest keinen genussvolleren Moment, als sich in eine Menschenmenge einzugliedern, … zu warten und … zu starren. Die Menchenschlange sollte auf jeden Fall das Potential für 15 Minuten-Pause liefern. „Während sich die anderen über die Wartezeit beschweren, genieße ich diese Zeit als willkommenes Nichtstun“, verrät uns Andreas und „Wenn es mal länger dauern soll, empfehle ich die Info-Points der Deutschen Bahn nach einer Zugverspätung.“

Das Wohnungsgewitter – Chaostage zu Hause. Unsere Kollegin Lara L. (Single, Name der Red. geändert) liebt es perfekt. Auch in ihrem trauten Heim muss alles immer toll sauber und geordnet sein. Wenn Sie ihr eigene Perfektion anstrengt, greift sie zum Mittel Wohnungsgewitter. „Das sind Chaostage im meiner Wohnung. Ich verwüste, schmeiße durcheinander, lasse liegen und warte einige Tage bis ich diese Unordnung nicht mehr ertrage. Dann räume ich auf. Die Dinge Stück für Stück zu ordnen, mit schnellem, sichtbarem Erfolg, das ist für mich meine Dramaturgie der Entspannung.“

Einmal am Tag hässlich sein – mit Knödeln. Leonard W. (Kundenberater, Name der Red. geändert). Tag täglich ist Leonard souverän- und perfekt stilsicherer Kundenberater. Auf dem Weg zur Arbeit genießt er es, den äußeren Perfektionismus zu brechen. Mit Knödeln. Dafür schaltet er einen Radiosender, am besten einen „Super-Mega-Maxi-Ultra-Multihit-Radiosender“ ein und singt dann die Lieder knödelig mit. „Das sieht nicht nur komisch aus, sondern hört sich auch grausam an. Und genau das will ich erreichen – über mich selbst lachen können, auch mal kein Superman sein.“ Wie kann man Knödeln beschreiben? Im Wikipedia-Eintrag steht es so: „Knödeln ist ein umgangssprachlicher, meistens abwertend gemeinter Begriff im Bereich der Gesangstechnik. Er beschreibt den Klang der menschlichen Stimme, wenn diese künstlich „verengt“ wird und nicht die gesamte Luftsäule zum Klingen gebracht wird.“ Oder einfach Shakira hören. Also, heute schon geknödelt?

Danksagen. Bei all dem Perfektionismus, geht es immer um die Bemühung: schneller, weiter, höher. Oft erwarten wir das auch von unseren Mitmenschen. Da ist der Stress untereinander vorprogrammiert. Für die Verantwortlichen der Milchkristalle GmbH gilt deshalb als Mittel des Innehaltens: Regelmäßiges Danksagen an Mitarbeiter. „Das Danksagen ist schon per se ein Mittel des Innehaltens, weil es ein Nachdenken erfordert wofür man sich bedankt. Es dann auch auszusprechen, leitet einen schönen Moment der Besinnung für alle ein. Es ist eine natürliche Bremse und bedeutet eben nicht immer weiter, sondern, gut gemacht, dass habt ihr erfolgreich geschafft.“ Dieser Tipp ist auch außerhalb des Berufslebens hervorragend geeignet – Familie, Freunde und andere Menschen werden es Ihnen danken.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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