Schlafforschung: Psychopharmaka bei chronischen Schlafstörungen ist nicht das Mittel der ersten Wahl / Natürliche Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus kann helfen

Das Deutsche Ärzteblatt zitiert in seiner aktuellen Ausgabe die US-amerikanischen Schlafforscher Patricia Haynes und Richard Bootzin (University of Arizona). Nach den Forschern seien Psychopharmaka bei chronischen Schlafstörungen ohne organische Ursachen nicht das Mittel der ersten Wahl. Psychopharmaka würden kurzfristig die Symptome reduzieren, langfristig können sie jedoch abhängig machen und die Schlafprobleme verstärken. Darüber hinaus verhindern sie, dass Patienten sich mit der Erkrankung auseinandersetzen und im Sinne von Selbstmanagement lernen, dysfunktionale Verhaltensweisen durch schlaffördernde zu ersetzen.

Effekte von Dauereinnahme von Psychopharmaka sind kaum untersucht

Allgemein würden Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnien) üblicherweise mit verschiedenen Psychopharmaka behandelt, ergänzt das Deutsche Ärzteblatt. Demnach verordnen Ärzte Benzodiazepine, Nichtbenzodiazepin-Hypnotika und Antidepressiva. Viele Patienten nehmen diese und andere Schlafmittel jahrelang ein, obwohl unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können und die Effekte von Dauereinnahmen kaum untersucht sind.

Alternativen zu Psychopharmaka

Eine Lösung zu Psychopharmaka können grundsätzliche Informationen und neue Verhaltensanwendungen in Bezug auf Schlaf sein. So sollten insbesondere ältere Betroffene darüber informiert werden, dass der Schlaf-Wach-Rhythmus sich mit zunehmendem Alter verändert. Ursache dafür kann der abnehmende Gehalt des Schlafhormons Melatonin sein. Das kann dazu führen, dass der Schlaf-Rhythmus gestört ist und vor allem das Einschlafen schwer fällt.

Unser Tipp: Natürliches Melatonin vor dem Schlafengehen

Es ist sicher nicht das Allheilmittel, sondern eine Möglichkeit mit anderen natürlichen Abhilfen zu funktionieren: eine Extra-Dosis natürliches Melatonin.

Natürliches Melatonin gibt es als natürliches Milchpulver aus Nachtmilch. Eine Stunde vor dem Schlafengehen in das Getränk ihrer Wahl einrühren und trinken – das kann helfen die Schlafqualität zu verbessern.

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6 Antworten

  1. Tony sagt:

    Die Wirksamkeit von melatonin (Tablettenform: circadin) ist nicht wirklich 100% nachgewiesen. Bei manchen Patienten wirkt es einfach nicht, da die Schlafstörung z. B. durch eine Nervenstörung hervorgerufen wurde.

    Psychopharmaka, bzw Tranquilizer sollten meines Erachtens erst nach Abschätzen der Vor-u.-Nachteile eingenommen werden, da sich nun mal leicht eine KÖRPERLICHE und PSYCHISCHE Abhängigkeit einschleichen kann. Dies ist insbesondere bei Benzodiazepinen (Diazepam, Alprazolam (!), Lorazepam, Bromazepam..und und und) der Fall.
    Ein Entzug von solchen Substanzen kann die Hölle werden, deshalb sollte man nur die vom Arzt empfohlene Menge einnehmen.

    Gruß

  2. Kerstin Bauer sagt:

    Ich möchte hier darauf hinweisen, dass oft auch andere Ursachen, an die man zunächst gar nicht denkt, für Schlafstörungen verantwortlich sein können.
    Ich habe schon lange Schlafprobleme und habe sehr viel ausprobiert, alles ohne Erfolgt.
    Letze Woche war nun endlich ein Radioästhet bei mir (wurde mir von einer Bekannten empfohlen) und hat festgestellt, dass ich in meinem Schlafzimmer extreme Magnetfeldstörungen habe und dass die Probleme auch sehr wahrscheinlich daher kommen können.
    Nun bin ich gerade auf der Suche nach Möglichkeiten, diese zu reduzieren.
    Elektrogeräte sind schon alle aus meinem Schlafzimmer draußen, habe sogar die Sicherung für dieses Zimmer deaktiviert, weil ich die Steckdosen jetzt eh nicht mehr verwende.

    • admin sagt:

      Liebe Frau Bauer, vielen Dank für Ihren Beitrag, der sehr interessant ist. Eben auch, weil sie ansprechen, dass Schlafstörungen sehr komplex sein können. Daher ist es prinzipiell auch ratsam, vielen Faktoren für eine gute Schlafumgebung gerecht zu werden – damit die sogenannte „Schlaf-Hygiene“ stimmt. Beste Grüße, Claudia Sacher

      • Kerstin Bauer sagt:

        Ja, das macht es auch sehr schwierig, Schlafstörungen zu behandeln – wie ich leider aus eigener Erfahrung weiß.
        Ich bin in der Zwischenzeit übrigens auf ein Produkt namens AlphaPrevent gestoßen, das Magnetfelder durch „intelligenten Kunststoff“ ausgleichen soll.
        Haben sie davon vielleicht schon gehört?
        Die Meinungen im Internet dazu gehen sehr auseinander…

  3. Ferdinand sagt:

    Hallo! Das Problem mit den elektromagnetischen Störungen ist leider nur sehr wenigen Menschen bekannt. Die können aber Auslöser sein für schwerwiegende Schlafprobleme: Üblicherweise äußert sich das so: Längere Einschlafdauer und verminderte Schlafqualität. Eine Schlaf-Studie der Landesnervenklinik Graz hat das belegt. Was helfen kann: Das Bett verstellen und/oder mit einem AlphaPrevent-Sticker ausstatten. Der Aufkleber stabilisiert die elektromagnetischen Störungen. Am besten ist es natürlich – wenn möglich – Elektrogeräte überhaupt aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Bei Stromleitungen und dergleichen tut man sich da aber schon schwerer. :-( Die lassen sich nicht so einfach woanders verlegen. Die elektromagnetischen Störungen lassen sich aber zumindest reduzieren, wenn man Fernseher und Co. in ein anderes Zimmer stellt.

    LG
    Ferdinand

    • admin sagt:

      Hallo, danke für Ihren Beitrag. Dazu sei noch einmal auf zwei bereits veröffentlichte Blog-Beiträge hingewiesen:
      – Krebsrisiko Lichtverschmutzung: Künstliches Licht bei Nacht vermindert Melatoninproduktion
      – Tipp des Tages: Vor dem Schlafengehen nicht in die Röhre schauen / Nutzung von interaktiven Geräten vor dem Einschlafen unterdrückt Melatoninproduktion

      Herzliche Grüße, Claudia Sacher

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