Strukturwandel in der deutschen Milchproduktion

Wie der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. (DLQ) gestern gemeldet hat, gaben deutsche Kühe im Jahr 2013 im Schnitt 8.221 kg Milch je Kuh. Damit ist die durchschnittliche Milchleistung pro Kuh in Vergleich zum Jahr 2012 um 16 kg gesunken. Dabei nahm die Zahl der geprüften Kühe um 1,7 Prozent auf insgesamt 3,62 Mio. Tiere zu. Gleichzeitig ist die deutsche Milchviehhandlung von einem Strukturwandel gezeichnet: Die Zahl der einzelnen Betriebe ist weiter gesunken. So verringerte sich die Zahl der Betriebe um 5 Prozent auf 54.000 Unternehmen. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass die Betriebe ihre Herdenzahl weiter aufstockten: 2013 kamen im Schnitt 67 Kühe auf einen Halter. Das entspricht etwa 4,2 Stück mehr pro Betrieb verglichen mit dem Vorjahr.

Die produktivsten Kühe fanden sich in den ostdeutschen Bundesländern. Im Ländervergleich nimmt Thüringen mit 9.245 kg gemolkener Milch die Spitze ein. In Bayern gibt es weiterhin jedoch die meisten Betriebe und die meisten Milchkühe. Hier wurden 7.341 kg Milch gemolken. Die Unterschiede in den Bundesländern führt der Verband vor allem auf die Produktionsvoraussetzungen und die genutzten Milchviehrassen zurück. So werden in Bayern und Baden-Württemberg vorwiegend Zweitnutzungsrassen bevorzugt, während im Osten Deutschlands hauptsächlich milchbetonte Rassen zum Einsatz kommen.

Quelle: http://www.dlq-web.de/deutsche_milchleistungspruefung_quelle_fuer_objekt.html 

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