Studie belegt: Großmutter hatte das richtige Hausmittel gegen Schlafprobleme

„Ein Glas Milch vor dem zu Bett gehen, hilft bei Schlafproblemen“ – das kennen wir als altbekannte Tradition aus Großmutters Zeiten. Eine Studie belegt die Richtigkeit dieser Aussage. Als Grund für die einschläfernde Wirkung von Milch, wird deren Melatoningehalt angeführt.

Melatonin ist ein Schlafhormon, das bei Menschen und Tieren bei Dunkelheit gebildet wird. Es sorgt so für den angemessenen Schlaf-Wach-Rhythmus. Die menschliche Eigenproduktion an Melatonin nimmt jedoch ab einem Alter von 25 Jahren deutlich ab. Die Folgen: die Schlafqualität leidet, der Organismus wird gegen Krankheiten zunehmend anfälliger und Alterungsvorgänge beschleunigen sich.

Verschiedene Untersuchungen haben sich mit dem Hormon Melatonin beschäftigt. Diese Arbeiten weisen Melatonin viele Wirkungen zu: Synchronisation des Tag/Nachtverlaufs, Antiaging, Blutdrucksenkung, Vernichtung freier Radikale, Reduktion der Körpertemperatur, erholsamerer Schlaf.

Weitgehend unerforscht waren bisher die Einflüsse des Melatonins in Verbindung mit Kuhmilch. Wobei sich zum Ersten feststellen lässt: Milch ist nicht gleich Milch. Der natürliche Melatoningehalt in der Milch lässt sich steigern wenn: Kühe unter Lichtbedingungen gehalten werden, die den natürlichen Lichtverhältnissen im Tag/Nachtverlauf nachempfunden sind. Und zu einer bestimmten Nachtzeit gemolken, enthält die Milch ein Vielfaches an Melatonin im Vergleich zu herkömmlich gemolkener Milch.

In der aktuellen Studie wurde die Wirkung eines Molkepulvers, weitestgehend aus oben beschriebener Methode hergestellt, getestet. Die Versuchspersonen nahmen das Molkepulver, eingerührt in handelsübliche Milch, 10 Abende in Folge ein*.

73 % der Versuchspersonen bestätigten einen erholsameren Schlaf durch das Milchpulver mit hohem Melatoningehalt. Außerdem bescheinigten sie eine Verbesserung des Schlafempfindens, der Tagesaktivität, des Wohlbefindens, der Schlafintensität, des Tag/Nachtrhythmus sowie der Einschlafgeschwindigkeit und des Durchschlafverhaltens.

Das Fazit der Versuchsleiter lautete: „Großmutter hatte ein gutes Gespür“.

*Der Melatoningehalt im Süßmolkepulver lag bei 110 pg/g, im Placebo, ein Milchzucker, bei 15 pg/g. Die Versuchspersonen nahmen 10 g des Süßmolkepulvers eingerührt in handelsübliche Milch 10 Abende in Folge ein.

Dustmann, H.; Weißsieker, H.; Wetendorf, R. (2008): Wirksamkeit eines Milchprodukts mit nativ erhöhtem Melatoningehalt. In: Der Lebensmittelbrief – ernährung aktuell, 19. Jg., Heft 11/12, S. 320-321 http://www.wirksamkeitsstudie.de.tf/

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