Haarige Zeiten für Rooney – wegen Glatze

Da kann der Fußball selbst noch so glatt sein und es heißen, Männer mit Glatze seien sexy. Der englische Fußballspieler Rooney ist nicht Modeschöpfer und Filmemacher Tom Ford und auch nicht Sänger Sting, die beide neben ihrem Geschlecht eigentlich nur gemein haben, dass sie ihre Haare raspelkurz tragen, weil, auch das ist beiden gemein, die Stirn immer größer wird. Wobei an dieser Stelle vermutet werden darf, dass bei Tom Ford auch Gründe der Ästhetik durchaus eine Rolle für den sehr kurzen Kurzhaarschnitt spielen. Aber spielen wir uns gedanklich nicht ins Abseits, sondern fokussieren wir uns auf den englischen Fußballspieler Wayne Mark Rooney.

Der hat sich, so durften wir dieser Tage aus den Medien erfahren, sein Haar transplantieren lassen. Zur Freude der Boulevardblätter hat der angeblich rund 11.000 Euro teure Eingriff zunächst für das Gegenteil gesorgt. Wo sich vor einigen Wochen die Haare spärlicher zeigten, fehlen sie nun ganz. Die Überschriften in den Boulevardblättern waren dann auch ähnlich kreativ wie die Namen von Friseurgeschäften, die bekanntlich von Kopfsalat über Rund-hair-rum bis Hairgott reichen.

Es bleibt zu hoffen, dass Rooney an den Erfolg der Haarumpflanzung glaubt, der übrigens immer einige Monate auf sich warten lässt und selten direkt nach dem Eingriff offenkundig wird. Zudem sollte sich Rooney nicht über deutsche Medienhäme ärgern, sondern für ihn wirklich wichtige Nachrichten lesen. Bei spärlichem Haarwuchs kann nämlich nicht nur eine Transplantation helfen  – sondern auch Melatonin. Melatonin gilt nicht nur als das Hormon, das bei Schlafstörungen und Jetlag hilft. Melatonin kann auch das Haarwachstum verbessern.

Melatonin? Ja. Der Einfluß des männlichen Geschlechtshormons Testosteron auf den Wachstumszyklus des Haares ist eindringlich erforscht. So ist Testosteron für die Entstehung der „Geheimratsecken“ verantwortlich. Von Melatonin war bisher nur ein das Haarwachstum fördernder Effekt bei Tieren beschrieben. Doch wurden jetzt mehrere Studien veröffentlicht, die zeigen, dass Menschen manchmal Tieren doch nicht so fern sind. Etwa dann, wenn es um Haarwachstum und Melatonin geht. Melatonin führt beispielsweise bei Frauen mit hormonell bedingtem Haarausfall  zu einer signifikant erhöhten Haarwachstumsrate am Hinterhauptsbereich. Bei Damen mit diffusem Haarausfall im Stirn- und Scheitelbereich hilft Melatonin auch. Bei Frauen? Ja, bei Frauen. Vielleicht sollte Rooney erst eine Geschlechtsumwandlung erwägen und dann einen Melatoninversuch? Medien wie BILD oder sun würe es sicher freuen. Und auch die deutsche Damenfussballmannschaft könnte in Tagen wie diesen profitieren.

Dieser Beitrag wurde unter Neues über Melatonin veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar